4. Mängel unseres Denkschemas

Rückblick

Unsere erste Hypothese lautete, dass der Verlauf unseres Denkens auf Grundlage einer Struktur erfolgt, die als Schema anschaulich darstellbar ist. Dabei ergibt sich das Schema des Verlaufs unseres Senkens oder, wie wir auch sagen, des Denkprozesses, aus der Notwendigkeit, dass all unser Denken als Abfolge von Gedanken allein nur in der Zeit erfolgen kann.
Ob unser Denken oder Nachdenken sich inhaltlich nun mit möglichen Ereignissen der Zukunft, mit Sachverhalten der Vergangenheit oder mit der Gegenwart beschäftigt, oder ob wir über etwas nachdenken, das völlig unabhängig von einer bestimmten Zeit ist, immer kann nur ein Gedanke dem anderen in Verlaufsrichtung der Zeit folgen.
Wenn wir dies nun schematisch darstellen wollen, so ergibt sich das Denkschema als eine Linie mit Richtungspfeil (Strahl). Es handelt sich bei unserem Denkschema also um nichts weiter, als um eine Zeitlinie auf der wir einen Gedanken nach dem anderen abtragen können, womit sich unser Denkschema als etwas eindimensionales erweist. 

Analyse des Denkschemas

 Problem 1: Strukturmonotonie

Aus der Vorstellung, dass unser Denkschema als Linie darstellbar ist, ergibt sich die Vorstellung dessen, was wir unter der Struktur unseres Denkschemas verstehen, d.h. wie unser Denkschema zusammengefügt ist und aus welcher Art von Teilen es besteht.
Nun ist eine eindimensionale Linie bzw. ein Strahl beliebig oft unterteilbar in verschiedene Abschnitte, die selbst auch wieder eindimensionale Linien sind. Diese Teillinien können größer oder kleiner ausfallen, je nach den Kriterien, nach denen etwas zusammengefasst oder abgegrenzt werden soll. Wir werden solche eindimensionalen Abschnitte unseres Denkschemas von nun an als Stadien bezeichnen. Diese Stadien können selbst wieder unterteilt werden, wodurch Unterstadien entstehen, die ebenfalls wieder unterteilbar sind in Subunterstadien und so weiter.
Wir halten somit fest, dass unser Denkschema als Linie mit Zeitrichtungspfeil darstellbar ist, dessen Struktur in Ordnungen und Unterordnungen von Stadien in beliebiger Ordnungstiefe besteht. Da jede Unterstruktur ebenso wie die Hauptstruktur eindimensional ist, ist unser derzeitiges Denkschema strukturmonoton.

Problem 2: Willkürliche Zusammenfassungen und Abgrenzungen von Stadien

Die Möglichkeit der Unterteilung unseres Denkschemas in Stadien und Unterstadien ist zwar ein Vorteil der eine bestimmte Ordnung ermöglicht, andererseits besteht jedoch der Nachteil, dass diese Ordnungen rein willkürlich erfolgen. Das Denkschema liefert aus sich heraus keinerlei Anhaltspunkte wo und in wieviele Stadien ein betrachteter Sachverhalt zu unterteilen ist.
Dies mag hier zunächst als Vorteil erscheinen, weil die Unterteilungen lediglich in Abhängigkeit des im Denkschema betrachteten Sachinhaltes frei gesetzt werden können. Tatsächlich aber ist es ein Nachteil, weil die Vergleichbarkeit verschiedener im Denkschema dargestellten Sachverhalte auf Basis einer gemeinsamen Grundstruktur verhindert wird.

Problem 3: Keine Hierarchie von Ebenen

Eine hierarchische Ordnung steht senkrecht zu den Elementen, die sie über- oder unterordnet. Unser übliches Denkschema weist jedoch überhaupt keine senkrechte Achse auf, an der die Ebenen einer Hierarchie auszurichten wäre. Es könnte lediglich verschiedene Abschnitte linearer Denkschmata isoliert und in einer bestimmten Weise übereinander gesetzt werden. Dadurch aber geht die Verbindung der isolierten Denkschemata zum Zeitverlauf verloren; die isolierten Denkschemata stehen dann allein für sich, ohne irgendeine Verbindung untereinander, wodurch die Kontinuität des Zeitverlaufes im Denkschema unterbrochen wird.

Natürlich können wir z.B. die Kosmogenese vom Urknall an über die Materie, die Pflanzen, die Tiere und den Menschen als Entwicklungsabfolge linear nebeneinander darstellen. Diese Ordnung ist jedoch nur eine zeitliche Anordnung, die nicht dem kategorialen Unterschied der entwickelten Gestaltungen gerecht werden kann, weil ein rein lineares Denkschema keine Ebenen kennt, bzw. allein die Ebene aufweist, in der es sich selbst befindet. Diese ist als solche jedoch garnicht erkennbar, weil (mindestens) eine weitere Ebene fehlt, um die eigene als Ebene von jener zu unterscheiden. (Der Verstand weiß sich daher auch nicht der Ebene II zugehörig!)

Will man die entwickelten Objekte nicht nur zeitlich quantitativ, sondern auch inhaltlich qualitativ differenzieren, dann bedarf es einer Hierarchie von Ebenen.

Problem 4: Geringe interstrukturelle Beziehungen

Die Beziehungen, die zwischen den Struktureinheiten, d.h. den Stadien, bestehen sin in unserem linearen gradlinigen Denkschema von zweifacher Art:

a) Beziehung zum vorhergehenden Stadium

b) Beziehung zum nachfolgenden Stadium

Weitere Arten struktureller Beziehungen weist ein Stadium nicht auf.

Es ist aber denkbar, dass für ein tieferes Verständnis über die Welt und uns selbst eine weitere Art von struktureller Beziehung innerhalb unseres Denkschemas nötig ist (Vielleicht so etwas, was C. G. Jung unter dem Begriff Synchronizität suchte).

Problem 5: Unterdimensionierung

Zwar denkt man den Verlauf der Zeit als eine eindimensionale Struktur, unsere Erkenntnis hängt aber nicht nur von der Zeit ab, sondern auch vom Raum. Mithin betrachten wir Raum und Zeit als untrennbares Raum-Zeit-Kontinuum. Dieses aber weist drei Raumdimensionen auf, sodass die Frage berechtigt ist, ob ein Denkschema, welches nur als eindimensionale Struktur verwendet wird, in aller Hinsicht zum Verständnis einer mehrdimensionalen Welt angemessen ist. Weist unser Denkschema nicht vielmehr im Vergleich zur Raumzeit eine strukturelle Unterdimensionierung auf?

Problem 6: Keine Verlaufsumgebung

Das bedeutet, dass unser lineares Denkschema zwar den Ablauf einer Zeitlichen Entwicklung gedanklich enthält, für diese Entwicklung aber überhaupt kein definiertes Umfeld gegeben ist. Es stellt allein den Prozess dar, nicht aber auch den Raum, der nötig ist, damit der Prozess überhaupt erfolgen kann.

(Mit unserem neuen Denkschema werden wir die generelle Ablaufstruktur aller möglichen Prozesse in Abhängigkeit der Struktur von Zeit UND Raum verwenden – und werden zudem das Raum-Zeit-Kontinuum als in einer absoluten Metadimension befindlich verstehen.)

Gut – aber dazu später mehr. Für hier gilt es festzuhalten, das unser einfaches Denkschema überhaupt keine definierbare Umgebung seines Ablaufes ermöglicht. Das „Warum“ kann in einer Kommentar-Diskussion entwickelt werden.

Problem 7: Keine Orientierung

Ein weiteres Problem ist, dass unser Denkschema als ein eindimensionaler Strahl in Zeitrichtung nicht orientierbar ist. Zwar weist unser Denkschema (nur) eine interne Verlaufsrichtung auf, die als Zeitablauf ja unumkehrbar ist, nicht aber gibt es ohne einen Bezugspunkt außerhalb des Denkschemas eine Orientierungsrichtung, auf die der Prozess ganzheitlich gerichtet ist. 

Aber auch, wenn unser übliches Denkschema den „leeren“ Raum als definierte Verlaufsumgebung enthielte, könnte keine externe Orientierungsrichtung festgestellt werden, weil im „leeren“ Raum alle Richtungen absolut gleichwertig sind und keine sich besonders vor irgendwelchen Anderen auszeichnet.

Problem 8: Nur eine interne und invariante Läufigkeit

Unser altes Denkschema folgt dem Zeitablauf und ist daher in seinem Ablauf unumkehrbar. Nennen wir diese Ablaufrichtung nun „vorwärts“, dann verstehe ich darunter die Läufigkeit eines Prozesses. Dies ist jedoch die einzige Läufigkeit, die Stadien der Zeit aufweisen können. Ein „Rückwärts“ als Läufigkeit ist zwar gedanklich vorstellbar, aber zeitlich nicht ausführbar.

Das Schema weist somit eine interne Läufigkeit ohne Gegenläufigkeit auf.

Problem 9: Keine systematische Geschlossenheit

Der Anfang und das Ende eines eindimensionalen Denkschemas sind nicht verbunden, wodurch dieses Schema kein in sich geschlossenes System darstellt. Ein nicht geschlossenes System aber belässt uns immer in Ungewissheit darüber, ob ein Sachverhalt denn nun in seiner Struktur vollständig erfasst ist. Unsere einfaches lineares Denkschema liefert gar überhaupt keinen Anhalt zur Feststellung von Vollständigkeit.

Problem 10: Zweifacher „regressus ad infinitum“

Aus der fehlenden strukturellen Geschlossenheit unseres Denkschemas folgt, dass es sich zweifach, und zwar über Anfang und Ende hinaus, in einen unendlichen Regress (regressus ad infinitum) verwickelt.

Dabei scheint es gar so zu sein, dass wir zu beiden Seiten hin ein unterschiedliche Art von Unendlichkeit vorstellen müssen. Und zwar über den Anfang des zeitlichen Beginns der Welt hinaus die Unendlichkeit einer Zeitlosigkeit, über das Ende hinaus jedoch einen ewig fortdauernden Zeitablauf, der allein durch einen willkürlich gesetzten Endpunkt, einen „Archimedischen Punkt“, beendet werden kann.

Zudem müssten wir zeitlich von einem Anfang ohne Ende ausgehen, was deshalb problematisch ist, weil sich bei einem berechtigten Perspektivwechsel ein Ende ohne Anfang ergeben würde, was Paradox ist. Außerdem ist damit das lineare Denkschema zeitlich endlich (über den Anfang hinaus) und unendlich (über das Ende hinaus) zugleich, was ebenfalls Widersprüchlich ist.

Nicht bei allen zehn genannten Problempunkten wird klar, dass es sich überhaupt um ein Problem handelt. Dies hat zwei Gründe: Erstens kennen wir bisher weder unser Denkschema, noch eine Untersuchung über dessen Mängel, und zweitens werden einige Mängel durch den Vergleich mit dem leistungsfähigeren erweiterten Denkschema überhaupt erst als Mängel erkennbar.

Nachdem nun die wichtigsten Mängel unseres herkömmlichen Denschemas dargestellt sind, stellt sich natürlich die Frage, auf welche Weise wir unser Denkschema erweitern können, damit seine Funktionalität zwar eingehalten bleibt, dennoch aber die Mängel aufgehoben werden.

29 Kommentare Gib deinen ab

  1. wolkensand sagt:

    Ich weiß nicht, ob ich das schon einmal gefragt habe, aber bin nicht sicher, ob es mir überhaupt möglich ist, in eine andere Richtung als gerade aus zu denken, also in mehreren Dimensionen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie unser Denkschema geändert werden soll…
    Über diese Sache, dass Zeit wahrgenommen werden muss, um zu existieren, habe ich außerdem nochmal nachgedacht und mich gefragt, wie es dann sein kann, dass z.B. Menschen bei sehr, sehr schneller Geschwindigkeit langsamer altern als jene, die relativ zu ihnen stillstehen. Auch die Zeit vergeht dann langsamer – wie kann das sein, wenn es sie gar nicht gibt?

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  2. Titus Pauly sagt:

    Es ist garnicht nötig, dass Du versuchst die Richtung Deines Denkens zu ändern; es ist noch nichtmal nötig auf sie zu achten. Denn worüber Du auch immer nachdenkst, immer erfolgt dies derart, dass wir Gedanken, Ideen, Vorstellungen oder Einzelerkenntnisse in zeitlicher Abfolge durch Denken verbinden.
    Wenn wir diese Abfolge zeichnerisch darstellen, dann tun wir dies üblicherweise durch eine Linie mit Pfeil, denn unsere Gedankenabfolge geht ja noch weiter, da wir noch nicht tot sind.
    Durch die Zeit gelangen wir also von einem Gedanken zum nächsten usw. und damit zu Erkenntnis. Somit ist die Zeit grundlegend für die Verbindung unserer Gedanken zu Erkenntnis.
    Du muss also beim Denken nicht versuchen Dir eine Linie und deren Richtung, Geradheit oder Bogenförmigkeit vorzustellen. Die Linie ergibt sich erst, wenn wir über den Vorgang des Denkens nachdenken und weil wir verstehen wollen, wie unsere Erkenntnis zustande kommt. Dabei aber spielt die Zeitlinie oder die Denklinie, die ich ja auch Denkschema nenne, eine fundamentale Rolle, denn sie verbindet unsere Gedanken und macht uns so das Zustandekommen von Erkenntnis erklärlich.
    Nun ist aber die Linie. die als Denkschema Grundlage für unsere Erkenntnis ist eindimensional, während uns die Welt als dreidimensional gegeübersteht. Das bedeutet, dass die Struktur unseres Denkschemas zu schlicht ist, um die umfangreichere Struktur der Welt angemessen berücksichtigen zu können.
    Dies ist erst möglich, wenn wir unser Denkschema nicht mehr als Linie Vorstellen, sondern als einen Bogen, in den wir Ebenen einzeichnen können.
    Wir müssen unser Denken also nicht versuchen in Form einer Linie, eines Bogens oder eines V auszuführen, sondern wir müssen bei der Betrachtung unserer Erkenntnisse die Struktur jenes Denkschemas mit einbringen, welches der Struktur des Seins angemessen ist.

    Durch das neue Denkschema (vielleicht ist auch der Begriff von mir ungünstig gewählt) gewinnen wir die Möglichkeit hinzu, das, was wir schon wissen neu Anzuordnen, um aus dieser Neuanordnung neue Zusammenhänge zu erkennen.
    Dadurch z.B., dass der Mensch mit seiner Vernunft auf Ebene I steht, ergeben sich Rückschlüsse für das Wesen des Mendchen, sofern man weiß was Ebene I bedeutet. Eine solche Möglichkeit der Erkenntnis, die sich allein aus der Position einer Sache im Denkschema ergibt, ist unmöglich, wenn wir unser Denkschema lediglich als Linie vorstellen.
    Das Denkschema ist also eine vorgestellte Struktur, mit der wir die Sachverhalte der Welt für unser Verstehen reorganisieren. Dazu muss jedoch die Gedankliche Reorganisation strukturell gleichwertig mit der Weltlichen Organisation sein.

    Deine Gedanken zur Zeit sind völlig korrekt – aber wie ich schon sagte – für dir Zeit ist es noch zu früh. Die kommt später 🙂

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  3. wolkensand sagt:

    Ok 🙂
    Das habe ich ja alles verstanden, aber wir werden doch nie aufhören, zeitlich hintereinander zu denken?

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  4. Titus Pauly sagt:

    Nee – is ja och garnich nötich 🙂
    Was denkste denn wie scheißegal es der Zeit ist, ob wir uns ihren eindimensionalen Verlauf gerade oder krumm vorstellen? Das Nacheinander bleibt doch in beiden Fällen.

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  5. wolkensand sagt:

    Dann sehe ich überhaupt nicht mehr den Sinn, etwas gegen die Mängel unseres Denkschemas zu tun … man kann Entwicklungen usw. in Stadien und Ebenen einordnen – und was bringt das nun…? Ich bin zu dumm 😦

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  6. Titus Pauly sagt:

    Nein – es ist nur zuviel auf einmal.

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  7. Titus Pauly sagt:

    Den Sinn habe ich doch eben erst an einem Beispiel verdeutlicht. Es ermöglicht das Erkennen von Zusammenhängen anhand eines einfachen Schemas.
    Bisher haben wir nichtmal ein Schema außer einer Linie. Wie aber willst Du dort Ebenen einbringen?

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  8. wolkensand sagt:

    Weiß ich auch nicht.

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  9. Titus Pauly sagt:

    Auf einer Linie können wir zwar beliebig viele Stadien anordnen, aber sie liegen sämtlich auf gleicher Höhe. Es gibt keine Stadien, die auf höherer Ebene liegen, weil bei einer Linie die dazu nötige Dimension der Höhe fehlt. Eine Linie besitzt nur die Dimension der Breite.
    Mit unserem üblichen Denkschema können wir die Entwicklung der Welt in zeitlichen Abschnitten (den Stadien) erfassen. Nicht aber die Struktur der Welt, weil dazu Ebenen nötig sind.
    Zwar kennen wir verschiedene Ebenen, denen wir verschiedene Objekte der Welt zuordnen – mit unserem linearen Denkschema können wir diese jedoch nicht integriert erfassen.
    Die Notlösung wäre dann verschiedene Linien übereinander zu legen und von den oberen Linien zu behaupten, sie befänden sich auf einer höheren Ebene.
    Das Problem ist aber, dass auf diese Weise erstens nicht klar wird, wieviele Ebenen wir überhaupt benötigen und zweitens liegen die Linien völlig ohne Bezug zueinander unverbunden übernander, weshalb auch jede einen eigenen Anfang und ein eigenes Ende aufweist. Es werden so eher verschiedene Welten dargestellt, die einander unverbunden und unabhängig sind, anstatt die eine Welt in Struktur (Ebenen) und Ablauf (Stadien).

    Die Tatsache, dass wir verschiedene Zeitabschnitte (Stadien) UND verschiedene Entwicklungsstufen (Ebenen) der Welt kennen, diese aber durch ein unzureichendes Denkschema nicht integral erfassen können, führt zu Veständnisproblemen, die ein der Struktur der Welt angemessenes Denkschema auflösen kann.

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  10. Titus Pauly sagt:

    Hallo wolkensand – es steht immer noch aus, wie nach den Stadien 4 – 7 (Materie, Leben, Verstand, Vernunft) die Stadien 1 – 3 zu belegen sind.
    Es wäre schade, wenn wir das umfangreichste Anwendungsbeispiel nicht zu Ende bringen.
    Ich verstehe es aber auch sehr gut, wenn Du die Lust verloren haben solltest, denn es ist mitunter ziemlich frustrierend, wenn man etwas unbedingt verstehen will, sich das Verständnis aber erstmal überhaupt nicht einstellt. Das geht mir genauso.
    Sollen wir St. 1 – 3 fertig machen, oder möchtest Du nach der Masse an bisherigen Infos erstmal Pause machen und lediglich meinen Blog verfolgen?

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  11. Titus Pauly sagt:

    Kam mein text eben bei dir an?

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  12. Titus Pauly sagt:

    Oder habe ich mir gerade nur selbst geantwortet? Weil ich keine Meldung NACHRICHT GESENDET bekommen habe.

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  13. wolkensand sagt:

    Doch, der kam bei mir an.

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  14. wolkensand sagt:

    Ich brauche keine Pause 😉

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  15. Titus Pauly sagt:

    Aber ich alter Sack! :)))

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  16. wolkensand sagt:

    Ich bin eben flexibel & geduldig 🙂

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  17. Titus Pauly sagt:

    Nee – Spass beiseite. Ich mach heut noch was fertig und schick es Dir rüber.

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  18. Titus Pauly sagt:

    Gut weiter gehts.

    Es geht also um die Entstehung uns Entwicklungsstadien der Weit vom Urknall bis zum Menschen. Wir haben diesbezüglich bereits vier verschiedene Entwicklungsstufen den Stadien 4 bis 7 zugewiesen. Zur Erinnerung:

    Ebene IV – Stadium 4: Materie / 3 Dim.

    Ebene III – Stadium 5: Leben / 2 Dim.

    Ebene II – Stadium 6: Denken (Verstand) / 1 Dim.

    Ebene I – Stadium 7: Werten (Vernunft) / 0 Dim.

    Um die Pflanzen zu erklären reichen also 2 Ebenen aus und für die Tiere werden 3 Ebenen benötigt. Erst beim Menschen ist die Evolution bis in die vierte und höchste Ebene hinein erfolgt, ist innerhalb dieser Ebene jedoch noch nicht am Ende angelangt (denke daran, dass das Stadium 7 der Ebene I ja, wie jedes Stadium, auch 7 Unterstadien hat. Diese Stadien aber, die die vollständige Entwicklung eines Menschen erklären, besprechen wir später.) So weit also zu den Stadien 4 bis 7.

    I 1 7
    ————————-
    II 2 6
    ————————-
    III 3 5
    ————————-
    IV 4

    Die Entwicklung der oben genannte Stadien 4 bis 7 erfolgt, wie am Schema ersichtlich, von unten nach oben und „von unten“ bedeutet aus der unbelebten molekular aufgebauten Materie heraus.
    Diese jedoch springt ja nicht fix und fertig aufgebaut ins Sein, sondern hat selbst eine Entwicklung hinter sich.

    Woraus besteht nun die gesamte molekulare Materie im Universum? Aus den Atomen des Periodensystems!
    Und woraus bestehen die Atome? Aus Elementarteilchen (Protonen, Neutronen, Elektronen).
    Und die Elementarteilchen entstammen dem Energiefeld des Raumes, welches wir auch Licht nennen können, wenn wir den Begriff Licht etwas ausdehnen und darunter das gesamte Spektrum elektromagnetischer Energie verstehen und nicht nur den Bereich, den unsere Augen aufnehmen können.
    (übrigens hat das Spektrum SIEBEN Spektralbereiche, Periodensystem hat SIEBEN Perioden und amorphe Materie gehört zu SIEBEN Kristallklassen. Es gibt noch viele weitere Sachverhalte, wo Vollständigkeit durch genau SIEBEN Dinge erreicht ist. Die Tonleiter z.B. Dies sei aber hier nur nebenbei bemerkt als Indiz für die grundlegende Bedeutung der Sieben. Da liegen wir also mit einem Schema, das 7 Stadien verwendet ganz gut.)

    OK – von der molekularen Materie die Entwicklung zurückverfolgt erhielten wir also Atome, Elementarteilchen und Licht. Dies nun sind genau die drei fehlenden Stadien, sodass die Abwärtsbewegung in unserem Schema die folgende ist:
    Ebene I – Stadium 1: Licht

    Ebene II – Stadium 2: Elementarteilchen

    Ebene III – Stadium 3: Atome

    Ebene IV – Stadium 4: molekulare Materie

    Ab hier folgt dann die Aufwärtsbewegung in unserem Schema wie oben erklärt.

    Nun sollte es natürlich einen Grund haben, dass wir die Stadien 1 bis 3 genau in dieser Weise belegen, denn wir können ja nich vorgehen, wie wir Lust und Laune haben. Deshalb darf der Grund auch nicht ein ausgedachter sein, sondern sollte sich auf die Struktur der Welt beziehen. Und diese Struktur beschreiben wir als Dimensionen.
    Wenn Du Dich erinnerst, dann weißt Du noch, dass wir jeder Ebene eine Dimension zugeordnet haben, beginnend bei der undimensionalen Ebene I (0 Dim.), bis hin zur dreidimensionalen Ebene IV.
    Da nun die Atome auf Ebene III (Stadium 3) stehen, müssen sie also mit Zweidimensionalität zu tun haben. Das heißt nun nicht, dass Atome Flächen sind, denn Flächen existieren nicht eigenständig, sondern dass für Atome eine zweidimensionale Bewegung grundlegend ist. Eine zweidim. Bewegung, sagten wir, ist ein Kreislauf. Und in der Tat ist für die Atome charakteristisch, das ihr Kern in einer Kreislaufbewegung von den Elektronen umkreist wird.
    Wenn Du nun überlegst, wo wir das mit dem Kreislauf bereits hatten, dann fällt Dir vielleicht das Leben ein, welches eben deshalb auch auf Ebene III liegt, nämlich den Atomen direkt gegenüber in Stadium 5.

    (Übrigens es wäre sinnvoll und beschleunigt das verstehen, wenn Du Die das ganze nicht einfach nur durchliest, sondern wenn Du dir fas Schema skizzierst und die jeweiligen Stadien darin einträgst. So wirst Du auch schneller wiederfinden, was zu welchem Stadium gehört. Denn ich glaube nicht, dass Du eine ganz bestimmte stelle meiner Texte in dem Umfang und dem Durcheinander unserer Kommentare so leicht wieder findest. Und überhaupt solltest Du Dir alles auch ausdrucken und hin und wieder nochmal komplett durchlesen.)

    Kommen wir nun zu den Elementarteilchen der Ebene II, dann müssen diese also, gemäß der Eigenschaft der Ebene, mit Eindimensionalität zu tun haben. Für sich existierende Elementarteilchen führen keine zweidimensionale Kreisbewegung aus, wo am Ende immer wieder der Anfang steht, auch bewegt sich in ihnen nichts, sondern sie legen in der zumeist sehr kurzen Dauer ihres stabilen Bestehens eine lineare oder eindimensionale Strecke zurück.
    Schaust Du nun auf Dein Blatt was den Elementarteilchen auf der Gleichen Ebene gegenüberliegt, dann wirst Du auch dort die Eindimensionalität finden, nämlich die unseres Denkverlaufes, weil dort, in Stadium 6 auf Ebene II der Verstand sich befindet.

    Hab jetzt etliche stunden getippt, mach dauernd fehler und muss ganze wörter komplett neu dchreiben weil ich keine maus und krine pfeiltasten habe. Ist total nefvig und bin total platt.

    Bis morgen

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  19. wolkensand sagt:

    Ich werde mich morgen noch genauer damit beschäftigen, aber es erscheint mir auf gewisse Art und Weise logisch.
    Danke übrigens für die ganzen Bemühungen. Ich wollte noch gesagt haben, dass es nicht notwendig ist, sich da so reinzuhängen – ich erwarte das nicht 🙂

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  20. Titus Pauly sagt:

    Nett von Dir, dass Du das sagst. Aber mach Dir keine Gedanken darüber. Wenn ich es letztlich, auch trotz aller Mühsal, nicht gern machen würde, dann würde ich es auch nicht tun. Der Sinn liegt für mich darin, dass es Dir irgendwann etwas bringt. Und die bei Deinem Potential berechtigte Hoffnung darauf, ist mir die Mühe allemal wert.

    Schlaf gut und bis dann 🙂

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  21. Titus Pauly sagt:

    Das freut mich sehr, dass es Dir logisch erscheint. Denn einerseits zeigt es mir, dass Du es aufnehmen kannst (wenn es auch manchmal sehr ungewohnte Denkweisen erfordert) – und andererseits zeichnet es auch mein Bemühen als relativ erfolgreich aus. OK, dann gehts hier weiter.

    Es bleibt nun noch das Licht in Stadium 1 auf Ebene I zu setzen.

    Für das Verständnis des gesamten Schemas ist diese Ebene die wichtigste, denn diese Ebene ist charakterisiert durch Unbegrenztheit (d.h. absolute Freiheit) bzw. Unendlichkeit, weil auf dieser Ebene Raum und Zeit nicht anwendbar sind. Die
    Vorstellung einer solchen Ebene muss sich der Verstand selbst erzeugen, weil ihre reale Existenz anscheinend nicht durch Erfahrung beweisbar ist.

    Der Verstand versteht allein nur Dinge die endlich bzw. begrenzt sind. Alles aber, was endlich bzw. begrenzt ist, ist entweder begrenzt in Raum oder in Zeit oder in beidem. Stehen also Raum und Zeit nicht zur Verfügung, dann bedeutet dies für den Verstand, dass er Endlichkeit bzw. Begrenztheit nicht bilden kann und von daher Unendlichkeit bzw. Unbegrenztheit annehmen muss. Diese aber gehört dann einer anderen Ebene an, als all jene Dinge, die in Raum und Zeit nach irgendeiner der drei Dimensionen begrenzt sind. Die erste Frage ist somit, gibt es etwas reales, wo Raum und Zeit nicht anwendbar sind?

    Zum anderen muss sich der Verstand die Vorstellung von einer Unbegrenztheit bzw. Unendlichkeit (was ja dasselbe ist) bilden, weil er nur so verstehen kann, was überhaupt Endlichkeit bedeutet. Ebensowenig, wie Du Dir erklären könntest, was Oben ist, wenn es kein Unten gäbe, könntest Du Endlichkeit nicht verstehen, ohne den Begriff der Unendlichkeit.
    Da der Verstand auf Unterscheiden angewiesen ist, benötigt er immer zu einem Ding das Gegenteil, weil er das Ding überhaupt nur dann erfassen und verstehen kann, wenn er es von seinem Gegenteil unterscheidet.
    Weil es so eminent wichtig ist zu wissen, dass der Verstand auf Unterscheiden beruht und er deshalb immer mindestens von einer Zweiheit ausgehen muss, habe ich dies in meinem Blog gleich im 1. Kapitel abgehandelt, auch wenn es derzeit noch so aussieht, als wenn dieses Kapitel mit den restlichen Kapiteln nicht viel zu tun hat.
    Dies führt nun zu der zweiten Frage, nämlich ob es ein unendliches räumliches und/oder zeitliches Sein real geben muss, nur weil der Verstand eine solche Ebene für sein Verstehen von Endlichkeit benötigt. Die Antwort ist natürlich: Nein – es muss sie nicht geben! Denn wissenschaftlich objektiv ist so etwas nicht beweisbar.
    Die einzige Möglichkeit hier weiter zu kommen ist, den gesamten Sachverhalt mit allen persönlichen Reflexionen und gesammelten Kenntnissen vor den Gerichtshof der subjektiven Vernunft zu bringen, ihn dort zu bewerten und zu einer zwar nicht objektiv beweisbaren, aber subjektiv persönlichen Überzeugung zu gelangen. Denn genau dies ist die Aufgabe und der Sinn der Vernunft. Der Verstand denkt. Die Vernunft aber wertet! Und zwar wertet sie die durch Denken gewonnenen Schlüsse nach Kriterien aus, die ihrem Reifegrad entsprechen. Diese Kriterien sind im besten Falle rein ethisch-moralisch. Sie können aber auch am Nutzen einer Gemeinschaft (Pragmatismus) oder am eigenen Nutzen (Egoismus) oder einfach am Vergnügen (Hedonismus) orientiert sein.

    Diese eher oberflächlichen Wertungskriterien der eigenen Handlungsausrichtung sind es ja auch, die Du in Deinem Artikel „Ich verstehe euch alle nicht“ zum Thema gemacht hast.
    Zwar behauptest Du immer wieder an verschiedenen Stellen, dass die Welt und das Leben keinen Sinn haben, insgeheim hoffst Du aber, dass dem nicht so ist. Denn wenn alles völlig egal wäre, dann könnten die Gemanys Next Top Models doch mit gleichem Recht und gleichem Wert ihre Seele auf anraten der alten Juroren-Säcke an die Fashion- und Kosmetikindustrie verhökern, wie Du das Deine tust. Nein – aber dem ist ja nicht so; so denkt wolkensand nicht. Du empfindest da ja sehr wohl, und auch zurecht, einen Unterschied. Dein Ärger aber über das naive und oberflächliche Verhalten der anderen resultiert in Wirklichkeit aus Deinen klugen, intensiven und ehrlichen, aber bisher leider vergeblichen Bemühungen den Sinn des ganzen zu finden. Und das Ganze ist ja zudem ja auch noch zu Deinem Nachteil völlig ungerecht. Denn während die Oberflächenbummis in ihrem schalen Geiste Halli Galli machen, sich an der Bestätigung der äußeren nur körperlichen Oberfläche ihres Wesens durch eine ebenso oberflächliche Jury erfreuen, sich aber nen Scheißdreck um die wirklich wichtigen Fragen kümmern, sitzt Du, an Geist und Vernunft jenen überlegen, grübelnd und einsam in Deinem Kämmerlein und hast ohne anstrengende Verdrängungsprozesse kaum noch Spass an dieser doch vermeintlich so sinnlosen Welt. Das muss ja in der Tat frustrierend sein. Kaum auszudenken wie weit Du kommen kannst, wenn Du diese Verdrängung nicht mehr benötigst und die frei gewordenen Kräfte zusätzlich mitverwenden kannst.
    Dennoch bleibt aber festzuhalten, dass Du auf Deinem Weg weitaus weiter bist als jene. Dass das Bemühen der Suche frustend ist, solange man nicht findet, ist ganz normal. Dies auszuhalten wird Dich stärken. Und dass auf der Welt alle Entwicklungsstufen der Vernunftentwicklung gleichzeitig nebeneinander her existieren ist auch normal. Es verhält sich mit der Entwicklung des Geistigen ebenso, wie mit der Entwicklung des Materiellen. Auch hier gibt es ja trotz der höher entwickelten Formen auch noch die niederen, obwohl die höheren aus den niederen Formen hervorgingen. Die Welt würde anders nich funktionieren – aber dazu kommen wir später noch.

    Stehen geblieben waren wir bei der Frage, ob es ein Unendliches Sein schon deshalb real geben muss, nur weil der Verstand ein solches Sein vorstellen muss, um seine Begriffe von Endlichkeit bilden zu können. Wir hatten diese Frage verneint, um sie nun der Vernunft zu Bewertung der Sachverhalte vorzulegen.

    Mit den vorzulegenden Sachverhalten aber gelangen wir zu unserer ersten Frage und damit zurück zum Licht auf Ebene I – der Ebene der Raum- und Zeitlosigkeit und deshalb des Unendlichen, des Absoluten und des Unbegrenzten. Denn die erste Frage war, ob es etwas reales gibt, wo Raum und Zeit nicht anwendbar oder vorhanden sind. Mit dem Hinweis auf das Licht muss diese Frage nun eindeutig bejaht werden (wobei noch zu klären wäre, was denn überhaupt unter real zu verstehen ist).
    Aus der Speziellen Relativitätstheorie von Einstein ergibt sich, dass für Systeme, die sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegen, Raum und Zeit nicht mehr bestehen (man nennt dies Längenkontraktion und Zeitdilatation, welche erfasst werden durch die Lorenztransformation. Diese Begriffe findest Du bei Wikipedia erklärt).
    Demnach gilt: Je schneller sich ein System bewegt, desto langsamer vergeht in ihm die Zeit und desto kürzer werden in ihm die Längen im Vergleich zu (d.h. relativ zu) ruhenden Systemen. Ist nun die Lichtgeschwindigkeit erreicht, dann vergeht Zeit überhaupt nicht mehr bzw. bleibt stehen, und alle Längen sind reduziert auf Null. Das bedeutet nichts anderes, als das Raum und Zeit bei Lichtgeschwindigkeit nicht mehr bestehen oder anwendbare Größen sind. Und wo dies der Fall ist kann nichts mehr räumlich oder zeitlich begrenzt oder voneinander getrennt sein, so dass wir dort absolute Einheit und Unendlichkeit, Unbegrenztheit und somit absolute Freiheit annehmen müssen (denn Freiheit ist ja das Gegenteil von Begrenzung).
    Das Problem bei der Sache ist, dass wir jetzt kein Raumschiff bauen können, es nicht auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigen können, um dann in den Genuss der raum- und zeitlosen Unendlichkeit zu kommen. Zwar würde die Zeit dann immer langsamer vergehen, je schneller wir werden und bei Lichtgeschwindigkeit würde sie stehen bleiben; auch würden die Längenmaße immer kürzer werden und bei Lichtgeschwindigkeit auf Null reduziert sein, gleichzeitig aber wird durch Beschleunigen dem Raumschiff und uns Energie zugeführt und diese würde bei Lichtgeschwindigkeit unendlich werden. Das bedeutet, das Raumschiff und wir hätten dann unendlich viel Masse (Gewicht der Materie). Das aber ist unmöglich. Deshalb können materielle Gegenstände niemals Lichtgeschwindigkeit erreichen. Dennoch aber gibt es ein System, das sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt und für das deshalb die Eigenschaften der Ebene I (Raum- und Zeitlosigkeit und daher Unendlichkeit und Unbegrenzbarkeit) gelten: Nämlich das Licht selbst!

    Und so ist es nun folgerichtig, dass wir das Licht in Ebene I und Stadium 1 setzen – und es ist mindestens auch einleuchtend, dass eine Seinsweise, die unabhängig von Raum und Zeit und daher unendlich ist, einer anderen Ebene der Welt zugeordnet werden sollte, als unser raum- zeitlich begrenztes und daher endliches Sein. Soweit nun unser Ausflug in die Physik.

    Wirklich interessant jedoch wird es erst jetzt. Denn wenn Du Dir das Schema skizziert hast, dann siehst Du nun, was das dem Licht auf Ebene I gegenüberliegende Stadium 7 enthält (Falls Du keine Skizzen gemacht hast mail ich Dir eine zu). Versuch Dir nun erstmal selbst weitere Gedanken zu machen.

    Hier ein paar Anreize dazu;
    Was hat das nun zu bedeuten, wenn doch die Ebene I eine Ebene der Unendlichkeit und der absoluten Einheit ist, auf der theoretisch gar nichts voneinander getrennt sein kann – also auch nicht das, was in Stadium 1 und das, was in Stadium 7 sich befindet?
    Wie kommen wir in Zusammenhang mit Weisheit als einer besonderen Form der Vernunft auf Begriffe wie Erleuchtung?
    Warum sagt man ein Sachverhalt erscheint einleuchtend.
    Gedankenblitz;
    jemand sei besonders helle;
    was meint der Heiligenschein;

    Und warum kann die Materie überhaupt ab Stadium 5 Leben hervorbringen?
    Liegt der Antrieb dazu in Ebene IV Stadium 4 begründet, oder ist dieser nicht vielmehr dort zu suchen, wo die Materie selbst ihren Ursprung hat, in Stadium 1 nämlich?

    Man kann Materie als geronnenes oder gefrorenes Licht verstehen. Wenn die Materie sich nun nach bestimmten Prinzipien entwickelt, die sie zwar selbst nicht kennt, gemäß derer sich aber ihre Evolution im Rahmen verschwenderischer Zufallsauslese dennoch entwickelt, können diese Prinzipien dann nicht auch im Licht vorhanden sein und sind auf die gleiche Weise in die Materie gelangt, wie der Farbstoff blau gefärbten Wassers auch in den aus diesem blauen Wasser entstehenden Eiswürfeln sich befindet?
    Liegt das Wesen der materiellen Dinge vielleicht im Licht, der sie ja selbst entstammen und wird sich das Wesen des Lichts, das in der Materie wie in einer Hölle einbetoniert ist, erst im Menschen seiner selbst wieder bewußt und betrachtet, wenn es vermittels der Sinne in das Licht des Raumes hinaus schaut, lediglich sich selbst?
    Denkt es dann vielleicht: Das bin ja alles ich selbst und alles ist in mit enthalten?

    Vergisst das Prinzip oder Wesen des Lichts, wenn es über die Stadien 1 bis 4 herab in die Materie sich involviert, sich selbst und muss sich anfangs unbewußt unter Verwendung der Materie als Instrument wieder herauf entlang der Stadien 5 bis7 Leben, Sinne, Verstand und Vernunft erschaffen, um sich selbst wieder zuerkennen und wieder unendlich zu werden wenn der Körper im wahrsten Sinne des Wortes „den Geist aufgibt“?

    Dies sind alles Fragen, die Dir bei der Beschäftigung mit dem Denkschema lediglich als Anreiz dienen sollen und hier nicht um der Beantwortung Willen gestellt sind. Dazu müssen wir erst noch einige Dinge klären, so z.B. was Raum ist. Bis hierher ist jedoch schon reichlich Text zur Verarbeitung gestellt, sodass es dienlich sein wird, hier eine kleine Pause zu setzen.

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  22. wolkensand sagt:

    Ich habe mir nun alles noch einmal durchgelesen und das Einzige, was ich nicht ganz verstanden habe, ist, warum Ebene 1 raum- und zeitlos ist.
    Ansonsten werde ich mich in den nächsten Tagen mit diesen Fragen beschäftigen 🙂

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  23. Titus Pauly sagt:

    Das ergibt sich aus den Dimensionen, die den Ebenen zugewiesen sind.
    Wenn wir unten bei Ebene IV mit der Dreidimensionalität beginnen, dann haben wir in Ebene III die 2dim in II die 1din und in Ebene I die 0dim.
    Geometrisch von unten nach oben sind das Volumen, Fläche, Linie und Punkt.
    Der Punkt aber hat ja keine räumliche Ausdehnug. Es geht hier nicht um einen Punkt, den wir am Ende eines Satze z.B. aufs Papier machen, dieser ist ja 3d denn er nimmt eine Winzige Fläche ein und die Tinte hat eine noch winzigere Höhe. Worum es geht ist ein Punkt als Raumkoordinate. Hier fallen Anfang und Ende zusammen, heben sich gegenseitig sozusagen auf. Ein Punkt hat keine messbare Strecke zwischen Anfang und Ende hat keine räumliche Ausdehnung.
    Dimension heiß „Ausmessung“. Da ein Punkt keine Ausmessung hat ist er undimensional bzw. Nulldimensional oder dimensionslos. Er hat eine Lade im Raum, nimmt aber selbst keinen Raum ein – ist raumlos. Die Undimensionalität der Ebene I bedeutet, das sie raumzeitlich nicht messbar ist.
    Die nicht Messbarkeit gilt jedoch ebenso für den unendlichen Weltraum. Wir können in ihm beliebige Strecken messen aber den Raum als gesamtes nicht weil kein Anfang da ist wo wir beginnen können.
    Sowohl der Punkt, als auch der Gesamte Raum sind dimensionslos und gehören damit zu Ebene I. Man könnte sagen, dass der Punkt unendlich klein, der Weltraum unendlich groß ist. Da groß und klein aber relativ sind, Unendlichkeit hingegen absolut, sind groß und klein nicht mehr von Bedeutung. Was für Ebene I daher relevant bleibt ist die Unendlichkeit.
    Raum- und Zeitlos ist vielleicht etwas scharf ausgedrückt für den Anfang. Verstehe die Undimensionalität der E I am besten erst mal so, dass Raum und Zeit dort bedeutungslos sind.
    Lieben Gruß übrigens noch zum Frauentag. Bis morgen (oder so).

    🙂

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  24. Titus Pauly sagt:

    Ps: nicht Lade, sondern Lage im Raum.
    Sorry

    Und im ursprünglichen Kommentar von heute ist das Schema im Editor zwar korrekt dargestellt, weil aber HTML die Leerzeichen ignoriert stellt es sich auf der veöffentlichten Seite falsch dar. Um sicher zu gehen, dass wir das gleiche Schema verwenden schicke ich Dir eine Zeichnung per Mail.

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  25. Prem Kasina sagt:

    es macht mir keinen Spaß, mich in dieses wie auch immer dimensionale Denkschema einzuarbeiten…
    ich versuche zu leben anstatt zu denken und da sind solche Texte kontraproduktiv…

    jeder eben nach seiner Facon… und vielleicht fällt mir ja, wenn du zur Seele kommst doch wieder etwas ein…

    warum nur habe ich dieses Gefühl, dass du dir beim Schreiben ins Fäustchen lachst?

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  26. Titus Pauly sagt:

    Keine Ahnung wie Du darauf kommst, dass ich mir ins Fäustchen lache – jedenfalls ist dem nicht so.
    Ich habe Dich nicht dazu aufgefordert Dich dort hineinzudenken, das hast Du von Dir aus begonnen.
    Kannst Dich gerne wieder melden wenn es Dir irgendwann doch wieder klar wird, dass ich das, was ich hier tue mit vollem Ernst betreibe.

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  27. Schwere Kost am Freitagabend… Aber sehr gut!

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  28. Titus Pauly sagt:

    Ich weiß, ist sehr abstrakt. Das Schema, worum es geht ist jedoch verblüffend schlicht. Lässt sich jedoch besser im pers. Gespräch mit Stift und Zettel vermitteln als allein über Text.

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  29. Titus Pauly sagt:

    Am besten die Kapitel der Reihenfolge nach durchsehen

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