Stufenfolge

Wenn es in der Stufenfolge der Substanz von Materie zum Geist eine aufsteigende Reihe gibt, wie das der Natur der Dinge nach sein muss, so ist sie notwendigerweise durch eine fortschreitende Verminderung dieser für das physische Prinzip besonders charakteristischen Eigenschaften gekennzeichnet und durch ein progressives Anwachsen der entgegengesetzten kennzeichnenden Qualitäten, das uns zur Formel einer…

Geist

Geist ist reine Substanz des Seienden, die sich nicht mehr physischen, vitalen oder mentalen Sinnen als Objekt darbietet, sondern dem Licht einer rein spirituell wahrnehmenden Erkenntnis, in der das Subjekt zu seinem eigenen Objekt wird, d.h. in der das Zeitlose und Raumlose seiner selbst innewird in einer rein spirituell sich selbst begreifenden Selbst-Ausdehnung als der…

Unsterblichkeit

Das früheste Anliegen im erwachten Denken des Menschen und, wie es scheint, sein unentrinnbares und letztes ist auch das höchste, das sein Denken sich vorstellen kann, – denn es überlebt die längsten Zeiträume des Skeptizismus und kehrt nach jeder Verbannung wieder zurück. Es offenbart sich in der Ahnung von einer Gottheit, im Impuls zur Vollkommenheit,…

Schlechte Überzeugungen

Wenn jemand der Überzeugung ist, dass die Welt schlecht sei, wie müsste er dann über sich selbst denken, wo er doch ein Teil der Welt ist?

Vollständigkeit der Welterkenntnis

Solange wir die Welt nicht vollständig erkannt und verstanden haben, kann es auch keinen Beweis geben, dass dies irgendwann möglich sei. Denn um dies sicher zu behaupten, bräuchten wir schon völliges Verständnis, da ein nicht völliges Verstehen irren könnte. Und angenommen, wir hätten die Welt nun vollständig erkannt und verstanden. Könnte dieser Sachverhalt dann ein…

Sterblichkeit und Vergänglichkeit

Wenn der Mensch ein Wesen ist, das aus zwei Zustandsformen der Substanz besteht, der materiellen Zustandsform des Körpers und der immateriellen Zustandsform als den Raum, den der Körper einnimmt (Seele), dann kann auch eine unterschiedliche Art der Auflösung dieser Zustandsformen angenommen werden, d.h. dass Sterblichkeit und Vergänglichkeit zu unterscheiden sind. So ist mir also der…

Angst und Liebe

Der Mensch ist menschlich, wo er Angst hat,und göttlich wo er liebt.

Zum Bezug auf Kant

Die „Kritik der reinen Vernunft“ (KrV) von Immanuel Kant aus den Jahren 1781 [A] und 1787 [B] endet mit Teil II. Transzendentale Methodenlehre, die aus vier Haupstücken besteht. Diese vier Hauptstücke behandeln die Disziplin, den Kanon, die Architektonik und die Geschichte der reinen Vernunft in dieser Reihenfolge ab. Die Methodenlehre ist jedoch noch nicht fertig…

Als Erklärung für die Kantianer:

Was ich hier unter dem Begriff des „Denkschemas“ vorstelle, ist die Ausführung des Kapitel III. aus der Methodenlehre der KrV mit dem Titel „Die Architektonik der reinen Vernunft“ – unter Verwendung derselben im Rahmen einer Metaphysik. Titus Pauly

Die Welt als absolute Einheit gedacht

Die Welt ist eine absolute Einheit, eine Einzelheit, unbegrenzt und unabhängig (weil es außer ihr nichts weiteres gibt, wovon sie abhängig sein könnte). Sie ist abhängig allein von sich selbst. Falls sie nur eine subjektive Einbildung ist, eine Halluzination, der außerhalb unserer Vorstellung nichts entspricht, dann ist sie eine Absolute Einheit, als eben diese subjektive…