3. Das Denkschema unseres Verstandes

Immer scheitert unser Verstehen an metaphysischen Fragen nach dem Unendlichen oder dem Absoluten. Das Problem liegt in einer zu einfachen Struktur, die unserem derzeitigen Denkprozess zugrunde liegt, bzw. die wir dem Denken als zugrunde liegend vorstellen müssen.

Die Antworten, die wir in metaphysischen Belangen suchen, sind Antworten auf Fragen, die vom Verstand (d.h. vom logischen Denken) prinzipiell nicht verstanden werden können. Dies liegt keineswegs an einem Mangel unseres Verstandes. Die Vernunft, die sich prinzipiell vom Verstand unterscheidet und ihn transzendiert, kann uns jedoch sagen, dass es diese Dinge geben muss ja dass wir alle sogar eines mit dieser Unendlichkeit sind. Dazu aber bedarf sie einer vom Verstande gelieferten Grundlage, die der Verstand mit seinem derzeitigen Denkschema nicht zu liefern in der Lage ist. Zu dieser neuen Grundlage kann man dadurch gelangen, dass wir die unserem Denken zugrunde liegende Struktur auf eine neue Weise vorstellen.

Dazu müssen wir jedoch erstmal die Struktur kennen, die unser Verstand derzeit verwendet. Diese Struktur hat sehr viel mit der Struktur der Zeit zu tun, weil unser Denken eine Abfolge von Gedanken in der Zeit ist. Daraus folgt, das die funktionale Grundstruktur unseres Denken mit einer Zeitlinie gleichgesetzt werden kann – also eindimensional ist.

Da die seienden Dinge der Welt und die Welt selbst aber mehrdimensional sind, bedeutet dies, dass die Grundstruktur unseres Denkprozesses sozusagen unterdimensioniert ist. Diese Struktur ist somit derart zu erweitern, dass sie der Dimensionalität der Welt angemessen ist.

Die Abfolge unserer Gedanken bildet also eine Reihenfolge, eine Zeitabfolge – und diese ist immer nur eine einzige. Zum Zwecke des Erkenntnisgewinnes reihen wir Buchstaben zu Worte, Worte zu Sätzen und Sätze zu Theorien. Wenn wir uns Gedanken über etwas machen, dann kann dies garnicht anders erfolgen, als durch ein zeitliches Nacheinander der Gedanken. Und wenn wir an mehrere Dinge gleichzeitig denken, falls das überhaupt möglich ist, dann dadurch, dass ein in der Zeit verlaufender Gedanke mehrere Dinge beinhaltet. Nicht aber können wir verschiedene Gedankenabfolgen in parallel verlaufenden Zeiten haben.

33 Kommentare Gib deinen ab

  1. wolkensand sagt:

    Ich bin aber nicht sicher, ob mir meine Vernunft tatsächlich sagt, dass es eine Unendlichkeit geben muss. Und wie verläuft diese Zeitabfolge?

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  2. Titus Pauly sagt:

    Da Du nicht sicher bist, ob die Unendlichkeit beweisbar ist (Deine Frage zu Kapitel 2), kannst Du auch nicht sicher sein, ob Dir Deine Vernunft deren Existenz bestätigt (deine Frage zu Kapitel 3). Beide Fragen hängen also zusammen und können somit durch einen einzigen Kommentar bedient werden.
    1. Zunächst wäre mal zu fragen, um welche Art von Beweis es gehen soll, bzw. welche Art von Beweis für die Unendlichkeit überhaupt möglich wäre.
    2. Dann ist zudem zu Fragen um welche Art Unendlichkeit es geht und welche Arten derselben überhaupt vorstellbar sind.
    Beginnen wir mit Letzterem.
    Als unendlich vorstellbar sind eigentlich nur Raum, Zeit und Vorgänge (Prozesse). Da ein unendlicher Prozess jedoch abhängig ist von einer unendlichen Zeit, da er in dieser Verläuft, können wir uns auf die räumliche und zeitliche Unendlichkeit beschränken.
    Wenn ich von Unendlichkeit spreche, dann meine ich fast immer die räumliche, während ich die zeitliche Unendlichkeit als Ewigkeit bezeichne.
    Weiterhin ist bei bei beiden Arten folgendes zu unterscheiden. Unendlichkeit ist vorstellbar als unendliche räumliche Ausdehnung oder als unendliche zeitliche Dauer, aber auch als ein Zustand, in dem Raum und Zeit überhaupt nicht existieren. Es unterscheiden sich also räumliche und zeitliche von raumlosen und zeitlosen Unendlichkeiten.
    Darauf basierend ist zu überlegen, welche von diesen vier Unendlichkeiten überhaupt real existieren können.
    Der Begriff Welt (Universum, Kosmos) bedeutet für mich recht einfach ausgedrückt: Gegenstände im Raum. Dabei gehören zu den Gegenständen alle materiellen Dinge von Galaxien, über Sonnensysteme und Planeten …, bis hin zu menschlichen Körpern, Handys, Bonbons oder Staubpartikel, Moleküle, Atome und Elementarteilchen. Zu den Gegenständen im Raum zähle ich zudem die Kraftfelder von Elektromagnetismus (Licht) und Gravitation, die im gesamten Raum ausgebreitet sind.
    Da also „Gegenstände im Raum“ mein Begriff von Welt ist, bedeutet Raumlosigkeit für mich auch Weltlosigkeit bzw. NICHTS. Eine raumlose Unendlichkeit existiert für mich daher nicht real, sonder nur als Vorstellung. Und zwar als die Vorstellung „es gäbe keine Welt“.
    Da es das Bestreben des Philosophen ist, die Welt und sich selbst zu verstehen, ist es absurd vom Nichtbestehen der Welt auszugehen. Die Welt existiert, und mit ihr der Raum, ist also mein Ausgangspunkt. Ob sie als Realität oder als Illusion existiert bleibt dabei bis zu einer späteren Erörterung erstmal außen vor. Wir werden erst mal beim Konkreteren bleiben und uns die abstrakteren Sachverhalte für einen Zeitpunkt aufheben, zu dem wir im gedanklichen Austausch noch etwas eingespielter sind als bisher.
    Halten wir also fest: Unendlichkeit des Raumes kann allein als unendliche Ausdehnung des Raumes real bestehen, nicht aber als Raumlosigkeit.

    Ende Teil 1

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  3. Titus Pauly sagt:

    Kommen wir nun zur Zeit. Dazu erweitere ich meine oben getätigte Aussage zum Begriff Welt. Gegenstände im Raum werden (vom Menschen) wahrgenommen, gefühlt, verstanden, erkannt und begriffen in der Zeit. Während ich Raum sowohl als wesens-intern Raum, den unser Körper einnimmt), aber auch als wesens-extern vorstelle, betrachte ich Zeit allein als wesens-intern. Zeit ist die von (menschlichen) Wesen wahrgenommenen, gefühlte, verstandene, erkannte oder begiffene Dauer einer Sache bzw. eines Sachverhaltes. Es existiert keine Zeit außerhalb eines wahrnehmenden Wesens.
    Ein Stein hat eine räumlich begrenzte Ausdehnung – aber keine Zeit. Zeit hat ein Stein nur im Bewußtsein eines Wesens, welches sich die Dauer der Existenz des Steins vergegenwärtigt.
    Da wir als körperliche Wesen endlich (sterblich) sind, kann es für uns keine unendliche Zeit real geben. Eine zeitliche Ewigkeit kann somit nur real sein, wenn ein ewiges Wesen real existiert (Gott z.B.).
    Da Zeit für mich etwas wesens-internes ist, würde Zeitlosigkeit auch Wesenslosigkeit bedeuten. Zeitlosigkeit gäbe es daher nur in einer Welt ohne Wesen, die von niemandem vergegenwärtigt wird.
    Klammern wir die Frage nach Gott nun erstmal aus, dann ergibt sich als möglicherweise reale Art einer Unendlichkeit allein ein unendlich ausgedehnter Raum.

    Ende Teil 2

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  4. Titus Pauly sagt:

    Bevor wir nun versuchen herauszubekommen, was Deine Vernunft bezüglich der Unendlichkeit für möglich hält, soll noch Punkt 1 abgehandelt werden, und zwar die Frage nach den möglichen Arten von Beweisen für eine Unendlichkeit.
    Ein Beweis, so denken wir, liefert uns Wahrheit. Und obwohl der Begriff Wahrheit bis heute noch nicht zufriedenstellend erklärt wurde reichen uns Beweise aus, um das, was wir persönlich unter Wahreit verstehen, anzuerkennen. Welche Art von Beweisen gibt es nun, die uns einen bestimmten Sachverhalt als wahr anerkennen lassen?
    Da gibt es im Grunde genommen nur zwei:
    1. empirischer Beweis
    2. logischer Beweis
    Der empirische Beweis beruht auf Erfahrung. Ein Sachverhalt also, den man tatsächlich erlebt hat gilt einem als wahr. Zur wissenschftlichen Bedeutung des empirischen Beweises kommt noch hinzu, das der entsprechende Sachverhalt von jedermann zu jeder Zeit an jedem Ort durch ein Experiment abermals bewiesen werden kann.
    Diese Art von Beweis ist jedoch für den Nachweis einer möglicherweise existierenden räumlichen Unendlichkeit nicht zu erbringen.
    Der Nachweis einer räumlichen Unendlichkeit oder auch Unbegrenztheit könnte ohnehin auf empirische Weise nicht im positiven Sinne, sonder nur im negativen Sinne erbracht werden. Das heißt, wir könnten (z.B. durch den Flug mit einem Raumschiff zu einer möglichen Grenze des Weltraumes) niemals beweisen, dass der Raum unendlich ist, sondern nur, dass er keine Grenze aufweist (zumindest bis zu dem Punkt, an dem sich das Raumschiff zum Zeitpunkt des Beweises befand).
    Käpten Kirk und Spock könnten also nur beweisen „bisher ist keine Grenze des Raumes aufgetreten“ (negativer Beweis) und nicht „der Raum ist unendlich“ (positver Beweis). Letzter wäre nie zu erbringen, weil man einen unendlichen Raum nie vollständig durchfliegen kann. Wir können die Enterprise also im Hangar belassen und uns den Versuch des empirischen Beweises ersparen.

    Ende Teil 4

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  5. Titus Pauly sagt:

    Kommen wir nun zum logischen Beweis. Ein logischer Beweis (auch logischer Schluss genannt) erfolgt als gedanklicher Schluss aus bereits für wahr anerkannten Sachverhalten, den sogenannten Prämissen. Einen logischen Schluss ziehen Kirk und Spock z.B. wenn sie sagen:
    Prämisse 1: Was unendlich ist, das hat keine Grenze.
    Prämisse 2: Wir fanden keine Grenze.
    Schluss: Also ist der Raum unendlich!
    Als logischer Schluss ist dieser Gedankengang zwar richtig, er ist aber nicht haltbar, weil sie ja immer noch weiter fliegen können und irgendwann doch eine Grenze auffinden könnten.

    Da aber der empirische Beweis zum Nachweis eines unendlichen Raumes nicht taugt, sind wir allein auf die Logik unseres Verstandes angewiesen. Und im Anschluss daran ist es eine Sache der Vernunft dies zu bewerten und zu einer bestimmten persönlichen Überzeugung zu gelangen.

    Der Begriff des Unendlichen erwacht normalerweise im Erfahren der Unmöglichkeit, sich zeitlich oder räumlich eine Grenze vorzustellen, jenseits derer man nicht wiederum Zeit und Raum vorstellt.
    Was nun Deine Vorstellung und Deine Vernunftüberzeugung betrifft, müsstest Du zunächst eine Antwort auf die Frage versuchen, ob der Raum des Weltalls irgendwo eine Grenze haben kann – oder eher nicht.
    Was denkst Du?

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  6. wolkensand sagt:


    Es gibt keine Zeit???!!!

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  7. Titus Pauly sagt:

    So hab ich das nicht gesagt. Es gibt die Zeit. Aber nur aus Sicht wahrnehmender Wesen. Zeit ist eine Wahrnehmungsgrundlage, aber nichts, was sich irgendwo außerhalb von uns befindet, wie Raum.

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  8. Titus Pauly sagt:

    Dinge sind schön oder häßlich für wahrnehmende Wesen, wie den Menschen. Schön und häßlich sind aber lediglich Wertungskategorien wahrnehmender Wesen. Gibt es solche Wesen nicht, dann gibt es auch diese Kategorien nicht mehr, weil niemand sie auf irgend etwas anwenden würde. Ähnlich ist es mit der Zeit.

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  9. Titus Pauly sagt:

    Na der neue Beitrag von Milchhonig, soeben gepostet, passt ja zum Thema.

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  10. Titus Pauly sagt:

    Du denkst wahrscheinlich nun, dass das Universum ja auch über eine zeitliche Dauer weiter existieren wird, wenn der Mensch längst ausgestorben ist, und das Zeit deshalb auch dann noch existieren würde – nicht wahr?

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  11. wolkensand sagt:

    Ja, das denke ich…

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  12. Titus Pauly sagt:

    Oder auch an die Zeit vom Urknall bis zur Entstehung des Menschen – oder?

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  13. Titus Pauly sagt:

    Dann sag mir doch, wo sich diese Zeit deiner Meinung nach befindet. Denn wenn sie existiert, dann muss sie ja irgendwo sein!

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  14. wolkensand sagt:

    Sie ist nicht sichtbar… aber sie MUSS da sein. Ich weiß nicht wo. Es ist ja die Zeit – Zeit ist nicht abhängig vom Raum, oder? Es muss keinen Ort geben.

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  15. Titus Pauly sagt:

    Zeit ist da draußen nirgendwo. Und was sich nirgendwo befinde, das existiert nicht. Zeit ist nur im Bewußtsein denkender Wesen, die mit Zeit die festgestellte und andauernde Existenz von etwas bezeichnen. Wir können die Dinge ohne Zeit nicht denken

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  16. Titus Pauly sagt:

    Wir können die anhaltende Existenz von Dingen im Raum überhaupt nicht denken. Die Zeit kommt erst mit dem wahrnehmendem Bewußsein ins Spiel – und weil sie nur als Vorstellung von Dauer im Bewußtsein wahrnehmender Wesen existiert, aber nicht real als Ding im Raum, kannst Du sie auch nicht sehen.
    Und wenn wir uns das universum vom Urknall bis zum Menschen vorstellen, oder nach dem Menschen, dann ist auch diese Zenit allein eine Zeit, die wir vorstellen.

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  17. wolkensand sagt:

    Warum vorstellen? Die Erde ist entstanden, als noch keine Menschen da waren und es hat eine Weile gedauert … diese Entstehung hat doch ZEIT gebraucht.

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  18. Titus Pauly sagt:

    Richtig, aber wer soll dem Entstehungsprozess der Erde zum Zeitpunkt ihrer Entstehung eine zeitlich Dauer zugewiesen haben. Oder anders gefragt: welches Wesen hat diesen Prozess zeitlich wahrgenommen?

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  19. Titus Pauly sagt:

    Zeit hat keine Bedeutung, wenn kein Bewußtsein existiert bzw. keine wahrnehmenden Wesen

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  20. wolkensand sagt:

    Zeit muss wahrgenommen werden … okay

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  21. Titus Pauly sagt:

    Völlig richtig. Und sie ist nicht nur eine Sache der aktuellen Wahrnehmung Deines eigenen Seins und aller Dinge, die jetzt zugleich mit Dir existieren, sondern sie kann auch vorgestellt werden, wenn wir sie auf Dinge beziehen, die sich nicht in der aktuellen Gegenwart befinden.

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  22. wolkensand sagt:

    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es keine Zeit gibt. Woher weißt Du das?

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  23. Titus Pauly sagt:

    Die Zeit Deiner Gegenwart, Deine Jetztzeit, ist wahrgenommene Zeit. In Vorstellungen von Ereignissen der Vergangenheit (Erdentstehung) oder der Zukunft ist Zeit nur als vorgestellte Wahrnehmung, nicht als reale Wahrnehmung

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  24. Titus Pauly sagt:

    Doch es gibt sie ja – aber eben nur in form von Wahrnehmung oder Vorstellung im Bewußtsein von erkennenden Wesen.
    Aber zum Thema Zeit gehört eine Vorerörterung, die wir noch nicht geführt haben. Es ist völlig normal, dass Du mit dieser Zeitvorstellung Probleme hast. Die Zeit ist eines der schwierigsten philosophischen Themen.
    Der Raum ist etwas einfacher zu behandeln – und bei diesem waren wir ja eigentlich erst. Mit unserer kurzen Zeiterörterung haben wir nur etwas vorgegriffen. Es ist derzeit völlig egal, dass Du dies noch nicht Richtig fassen kannst. Der kleine Vorgriff kann sogar ein großer Vorteil für Dich sein, auch wenn es Dir noch nicht verstehen kannst. Wenn wir nämlich zum Thema Zeit kommen, dann wird es sehr nützlich sein die Dinge darüber schonmal gehört zu haben, denn der Aha-Effekt wird dann leichter eintreten. Mach Dir also bitte nicht die geringsten sorgen.

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  25. Titus Pauly sagt:

    Woher ich das weiß? Wir können was solche Dinge betrifft nicht von Wissen sprechen, wenn mit Wissen etwas gemeint ist, was wissenschaftlich bewiesen werden kann (denke an empirischen Beweis und Spock und Raumschiff Enterprise im obigen Kommentar).
    Wir sind bei solchen Themen allein auf logisch korrektes Folgern angewiesen – können die Dinge aber nicht durch Erfahrung objektiv beweisen. Ich spreche daher nicht von Wissen, sondern von persönlicher Überzeugung.
    Und woher ich das mit der Zeit habe? Aus vielerlei Beschäftigung damit. Die Grundlage dieser Art von Zeitvorstellung jedoch habe ich von Immanuel Kant und zwar aus seinem Werk „Kritik der reinen Vernunft“ im Kapitel über die „transzendentale Ästhetik“. Ist aber sehr schwer zu lesen

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  26. Titus Pauly sagt:

    Behalte, was die Zeit betrifft einfach nur den Gedanken, den Du selbst gefolgert hast. „Zeit muss wahrgenommen werden“.
    Für das Thema Zeit ist dies vorerst schon weitaus mehr als ausreichend. Wie ich letztens schon sagte: Zum möglichst einfache Verständnis dieser ungewohnten neuen Denkweisen ist die richtige Reihenfolge der Themen enorm wichtig.
    Lass uns daher zuerst das Thema der Unendlichkeit in Bezug auf den Raum beenden. So viel haben wir da ohnehin nicht mehr zu erörtern.
    Danach werde ich versuchen Dir zu erklären, warum eine reife Tomate nicht rot ist, oder warum ein Apfel nicht grün ist.

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  27. Titus Pauly sagt:

    Gehe mal bitte auf wirdzeit.wordpress.com und schaue im Menü unter „Ausschreibung“. Das wurde eben gepostet, als wir über Zeit sprachen

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  28. wolkensand sagt:

    Ich habe es gelesen.

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  29. Prem Kasina sagt:

    meine Gedanken zu Zeit: Zeit ist etwas messbares… unendliche Zeit ist nicht messbar… daraus folgere ich, dass der Zeitbegriff auf die Ewigkeit nicht anwendbar ist…
    und da ich, im Gegensatz zu dir, Gedankenerkenntnissen nicht vertraue und mich nur auf Erfahrungen verlasse, möchte ich auch meinen Begriff von Zeit in Form von Erfahrung ausdrücken…
    Du schreibst unser Denken sei eine Abfolge von Gedanken in der Zeit… Darin stimme ich mit dir überein. Gedanken sind nur möglich in der Zeit, niemals im Moment, denn Gedanken brauchen Zeit um gefasst zu werden. Der Moment aber ist zeitlos. Er existiert JETZT… Dieses JETZT in Bezug auf die Ewigkeit gleicht dem Punkt in Bezug auf den Raum… Eintreten in das JETZT kann man nur ohne Gedanken und dann öffnet sich die Ewigkeit…

    Die wichtigste Aussage deines Ausgangstextes ist meiner Ansicht nach folgendes:
    …“Diese Struktur (des Denkens) ist somit derart zu erweitern, dass sie der Dimensionalität der Welt angemessen ist“…

    mal gespannt, wie das aussehen soll…

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  30. Titus Pauly sagt:

    Zeit ist jedoch nur dann messbar, wenn Anfangs- und Endmoment bekannt sind.
    Da ich z.B. nicht weiß, wann ich sterben werde, ist meine Lebenszeit gegenwärtig nicht messbar.
    In solchen Fällen kann man nicht sagen „Zeit sei etwas Messbares“, sonder nur das Zeit etwas fließend Vergehendes ist.
    Wir kennen auch keinen Endmoment der Welt und aus der Überlegung, dass es einen solchen vielleicht nicht gibt entsteht die Vorstellung einer ewig verlaufenden Zeit, d.h. die Anwendung des Zeitbegriffes auf die Ewigkeit. Eine andere Form von Ewigkeit wäre eine Zeitlosigkeit. Auf eine solche ist der Zeitbegriff nicht anwendbar.
    Ansonsten sehe ich den Rest genauso wie Du.

    Lieben Gruß,
    Titus

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  31. Titus Pauly sagt:

    Ich sagte ja: Du BIST ein Punkt im Unendlichen!

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